Zentrale e.coSport Abschlussveranstaltung 2014

Sportvereine profitieren von Klimaschutzengagement

Klimaschutz wird auch beim Sport großgeschrieben: Neun Vereinen aus Stadt Hannover und dem Umland haben Hannovers Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette und Rike Arff, Leiterin der Klimaschutzleitstelle der Region Hannover für ihr engagiertes Handeln gedankt. Die Clubs haben mit Sanierungsmaßnahmen etwas für den Klimaschutz getan und gleichzeitig ihren Komfort gesteigert und die Energiekosten gesenkt. Neben dem TuS Mecklenheide (Hannover), wo die Veranstaltung stattfand, sind dies: SV Arminia, VfV Hainholz, 1. Frauen-Ruder-Club, TuS Vahrenwald, SV Wassersportfreunde, SV Borussia (alle aus Hannover), TSV Sievershausen und TSV Schneeren.

Darüber hinaus wurden drei weitere Vereine für ihre erfolgreiche Teilnahme am Umweltberatungsprogramm aus gezeichnet: RSV Hannover, RSV Seelze und SV Langreder (Barsinghausen). Nach der Beratung haben sie viele geringinvestive Maßnahmen etwa zum Energieverbrauch, zur Abfallentsorgung und zur ökologischen Beschaffung umgesetzt.

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Vertreter der ausgezeichneten e.coSport-Vereine / © proKlima – Der enercity Fonds

Die teilnehmenden Sportvereine investieren für ihre energetische Sanierung insgesamt etwa 960.000 Euro. Über das Förderprogramm e.coSport und durch Regionsgemeinden erhalten sie voraussichtlich Zuschüsse in Höhe von 332.000 Euro, über den Regions- und Stadtsportbund circa 152.000 Euro aus Landesmitteln sowie von proKlima – dem enercity Fonds – 62.000 Euro. Durch die Sanierungen werden etwa 90 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen (CO2-Emissionen) pro Jahr vermieden. Zudem sparen die Vereine Energie in Höhe von rund 19.000 Euro pro Jahr.

Die Erste Stadträtin und Umwelt- und Wirtschaftsdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, Sabine Tegtmeyer-Dette, freute sich, dass auch in diesem Jahr wieder zahlreiche städtische Vereine am Programm teilgenommen haben: „e.coSport ist wirklich ein sehr erfolgreiches Programm, von dem alle Beteiligten profitieren: Die Vereine sanieren ihre Gebäude und sparen Energie und Wasser. Zudem tragen sie für Hannover zu einer Verbesserung der CO2-Bilanz und damit zum Klimaschutz bei.“

„Unsere Sportvereine bewegen nicht nur die Menschen, sondern tun inzwischen auch viel für den Klimaschutz. Moderne, energieeffiziente Anlagen sind Werbung für den ehrenamtlich organisierten Sport und zugleich Ansporn und Vorbild, im privaten Bereich für die Umwelt aktiv zu werden“, sagte Rike Arff, Leiterin der Klimaschutzleitstelle der Region Hannover.

Der gastgebende Verein der diesjährigen Abschlussveranstaltung, der TuS Mecklenheide, hat sein Vereinsheim nach einer ausführlichen e.coSport-Beratung beispielhaft energetisch saniert. Es wurden die Heizanlage optimiert, ein Holzpelletkessel eingebaut, eine Solaranlage mit Frischwasserstation installiert, Glasbausteine gegen Fenster mit Wärmeschutzverglasung ausgetauscht und die Geschossdecke der Umkleideräume gedämmt. Mehr als 22,5 Tonnen CO2-Emissionen (76 Pro-zent der energiebedingten CO2-Emissionen) und 3.500 Euro Energiekosten werden damit jährlich eingespart. Zu den Gesamt-Investitionen in Höhe von etwa 115.000 Euro hat der Verein öffentliche Zuschüsse von rund 63.000 Euro erhalten. „Die umfassende energetische und bauliche Sanierung war eine große Herausforderung für unseren Verein. Ohne die tatkräftige Unterstützung durch viele ehrenamtliche Helfer und ohne die Beratung und Förderung aus dem e.coSport-Programm hätten wir diese Aufgabe niemals so erfolgreich bewältigen können“, sagte Günter Lenz, Vorsitzender des TuS Mecklenheide.

Am Beispiel des TuS Mecklenheide wurde zudem vorgestellt, wie Sportvereine Klimaschutzmaßnahmen mit der Förderung der Biodiversität verbinden können. Der Verein hat Nistkästen für Schwalben und andere Vögel sowie Quartiere für Fledermäuse aufgehängt, um weitere Lebensräume für diese Tiere zu schaffen. Auch bei der Gehölzpflege werden in Zukunft die Bedürfnisse von Tieren beachtet.

Stand: 06.08.2014